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Was haben der 1.Juli 1990 und der 1.Januar 2002 gemeinsam?

Richtig. Der gemeine Bürger hatte plötzlich eine neue Währung in der Hand. 1990 freuten sich die doofen Ossis. Zuerst zumindest. Die ostdeutsche Wirtschaft freute sich überhaupt nicht. Denn sie war plötzlich nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Treuhand (welch Name) verscherbelte über 100.000 qkm Boden und darauf stehende Gebäude nebst Inhalt für jeweils eine DM pro Käufer. Natürlich an den Meistbietenden aus dem Westen.

2002 freuten sich viele südeuropäische Bürger über die neue, harte Währung. Zuerst zumindest. Die Wirtschaft dort freute sich nicht. Sie wußte, daß sie demnächst nicht mehr wettbewerbsfähig sein würde. Die Treuhand heißt jetzt Troika.

Wie sich die Bilder gleichen. Die Bedeutung eines Wechselkurses für Länder mit geringer Produktivität war noch nicht bekannt.  Man baut folglich Soli-Zuschlag und Rettungsschirme. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Liebe Politiker und Volkswirte: Bevor ihr die nächste Währung einführt – bitte bei mir melden. Ich erkläre euch ein paar einfache Zusammenhänge.