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Jedes Jahr flattert ein Schreiben der IHK in meinen Briefkasten.

Man redet mich darin als Mitglied an. Komischerweise habe ich nie einen Mietgliedsantrag ausgefüllt. Ich kenne auch niemanden von diesem Verein. Ich weiß nicht mal was die machen. Vor allem mit meinem Geld.

Selbst in der DDR war es üblich, daß man einen Antrag unterschreibt, bevor man irgendwo Mitglied wurde. Auch die SED legte Wert darauf.

In der freien Marktwirtschaft geht das anders. Von mir aus. Aber dann verwende ich mal die richtigen Begriffe:

Die IHK zieht Zwangsabgaben ein. Ich bin kein Mitglied, sondern auf Grundlage eines vorläufigen Gesetzes des Bundestages von 1956 zu Zwangabgaben verpflichtet. Die IHK vertritt meine Interessen nicht.  Würde sie es tun, wäre ich dort wirklich Mitglied nach erfolgreicher Antragstellung.

Die IHK treibt den modernen Kirchenzehnt ein. Dieser war lt. Neuem Testament freiwillig. Im Matthäustestament dagegen nicht. Erstmals gesichert in der Vita Severini als Christenpflicht erwähnt, wurde er im 8. Jahrhundert als Zwangsabgabe eingeführt.

P.S. Was die IHK mit den Zwangsabgaben macht, erfährt man bei der Suche nach Victor Stimming – siehe z.B Artikel bei Kammerspartakus. (Danke für den Hinweis mit der Vorläufigkeit  – 57 Jahre sind also vorläufig. Das gibt es in keinem Kabarett.)