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Paul Schneewinsky, der jetzt Paul Snoudin heißt und russischer Staatsbürger ist, tigert in seinem Wohnzimmer in St. Petersburg, nahe der Leutnant-Schmidt-Brücke, hin und her. Russia Today bringt gerade die Übertragung aus dem Bundestag.

Paul wurde vor 3 Monaten pensoniert und genießt sein Leben. Seine Frau Elena schnarcht friedlich im gemeinsamen Schlafzimmer. Paul hat im Zimmer seines Sohnes Eduard den USB-Stift mit den Geheimdokumenten gefunden. Dieser brennt wie Feuer in seiner Faust. Er überlegt, ob er Elena weckt und ihr alles erzählt.

Denn sie weiß nichts von seiner dunklen Vergangenheit. Er war bei der Stasi. Dem schlimmsten Geheimdienst der ganzen Welt. Elena weiß nur, daß er in der DDR militärische Aufgaben hatte. Paul öffnet noch eine Flasche Золотая симфония, ein ausgezeichneter Wodka (dt.: Goldene Symphonie).

Derweil ist das Nobelpreis-Komitee in Oslo zu einem geheimen Treffen in dem besten Hotel am Platze eingetroffen. Es sind 5 Leute, wie im Testament Alfred Nobels gefordert. Die Mitglieder werden vom Norwegischen Parlament Storting gewählt.

Der Frieden-Nobelpreis wurde schon oft an die falschen Leute vergeben. Diesmal aber wird es den Richtigen treffen. Eduard Snoudin soll überrascht werden. Das Komitee will geschlossen nach Berlin fliegen und dort eine Pressekonferenz geben. Danach soll die feierliche Verleihung des Preises erfolgen.

Papst Alexus hat seine Vertrauten zu sich gerufen. Sie erörtern, wie man den Fall Snoudin nutzen kann. Ein junger Kardinal aus Flensburg hat eine Idee. Er heißt Hauke Lehmann-Meyer. Hauke wurde 1982 in Rodewisch (Sachsen) geboren.

Seine Eltern durften 1985 aus der DDR ausreisen. 1987 ließen sich seine Eltern scheiden und seine Mutter heiratete 1989 den wohlhabenden Schweinebauern Herrn Meyer. Haukes Vater, Karl Lehmann, starb schon ein Jahr vorher einen einsamen Drogentod in Hamburg – in einer Bahnhofstoilette.

Haukes Mutter las in der Schule den Schimmelreiter. Mit Deichgraf Hauke Haien. Daher hat Hauke seinen bescheuerten Vornamen.