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Der ehemalige Bundespräsident berichtete, vielmehr seien im Januar 2008 schon 800 Termine in seinem Kalender eingetragen gewesen.

Diesen überaus dämlichen Satz kann man – egal wo – im deutschen Blätterwald lesen. Nirgendwo wundert sich ein Journalist und schreibt das ungefiltert in sein Blättchen. Hier aber wird gerechnet.

Bekanntlich hat der Januar 744 Stunden. Zieht man mal die Schlafstunden ab, verbleiben etwa 550 Stunden. Nehmen wir mal an, man wäscht sich regelmäßig, rasiert sich, geht kacken oder pissen – nochmal 31 Stunden weniger.

Verbleiben rund 520 Stunden für 800 Termine. Nehmen wir mal an, man hat doch etwas Freizeit. Ziehen wir nochmal 120 Stunden ab. Bleiben 400 Stunden.

Nehmen wir mal an, der Termin ist nicht gerade im Schlafzimmer. Dann muß man laufen, fahren oder fliegen. Ziehen wir mal 100 Stunden ab.Bleiben 300 Stunden für 800 Termine. Also 2,67 Termine pro Stunde.

Das ist wirklich beachtlich. Laßt den armen Mann gehen und verleiht ihm die Adolf-Hennecke-Medaille.

(Arztbesuche, Friseur oder Fressen und Saufen habe ich nicht mal berücksichtigt.)