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In Berlin tagt auch ein Kindergarten. Nicht nur in Nürnberg.

Die Zeit der Trauerarbeit ist zu Ende, ab heute bauen wir vom Fundament auf, ruft der 34-Jährige den Delegierten des Parteitags zu. Und die fangen zum ersten Mal an diesem Tag an zu jubeln.

Mit seiner Lebenserfahrung wird er das schon packen. Allerdings sollte er noch ein paar Deutschkurse an der VHS besuchen.

Die FDP trifft sich also nicht mehr auf einem großen Messegelände, sondern lädt in eine kahle ehemalige Bahnhofshalle in Berlin. Der Weg hinein ist verwinkelt, führt entlang an kahlen Wänden, die Halle ist eng, das Internet kostet, die Stufen zu den Toiletten im Keller sind bedrohlich: steil und aus Beton. „Kann es noch weiter hinunter gehen?„, sagt eine Delegierte schnaufend in die Dunkelheit.

Das ist doch Realsatire vom Feinsten.

In der Mittagspause gibt es Döner.

Hoffentlich reichte das Geld noch für Servietten.

Endlich nicht mehr Schickimicki, ruft der ehemalige Bundestagsabgeordnete Michael Kauch seinen Parteifreunden zu.

Ist das Galgenhumor?

Wenn ich sage: Ich würde gerne mal ohne Jackett und ganz ungezwungen über die Friedrichstraße laufen, dann hieß es später, der Rösler, der plant, nackt über die Friedrichstraße zu laufen.

Das hätte aber Stimmen gebracht. Sie wären noch im Bundestag Herr Rösler. Statt Austern bei Mövenpick gibt es Döner in der Bahnhofshalle.

Alle Zitate sind der Zeit entnommen.