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Eduard überlegt sich beim Schwimmen, was er noch zu sagen hätte. Niemand weiß, daß er auch für die NSA spitzelt. Nicht einmal der Kreml-Chef. Aber wie sicher ist es, daß die ihn nicht enttarnen werden?

Zu gern würde er jetzt auch mit seinem Vater sprechen. Schneewinsky (so nennt er seinen deutschen Vater insgeheim) hat schließlich Erfahrung mit den Geheimdiensten.

Bei der Stasi hatte Schneewinsky Bürger überwacht, die nicht gerade euphorisch begeistert waren vom System der DDR.

Heutzutage ist es normal, daß alle überwacht werden.

Paul Schneewinsky schreitet seine Petersburger Wohnung ab. Wie sagt er es seiner Frau Elena, daß er Leute bespitzelt hat?

Elena war bei den Pussy Riots aktiv. Elena haßt jede Überwachung und Bevormundung. Sie würde ausflippen. Elena ist politisch gesehen eine Katastrophe. Aber er liebt sie wie niemanden sonst. Und er liebt seinen russischen Sohn.

Damals in Magdeburg war alles so einfach. Er mußte keine Rücksicht nehmen. Das Abitur war für ihn einfach zu bewältigen. Danach die Karriere bei der Stasi. Aber welches Spiel betreibt sein Sohn? Selbst Jana wußte es nicht. Paul ist ratlos.

Jana Kopischke sitzt in Eisenhüttenstadt und wartet auf einen Anruf von Eduard. Seit 4 Tagen hat sie nichts von ihm gehört. Er fehlt ihr. Und sie wollen in 7 Monaten heiraten.

Janas Sohn ist jetzt 8 Jahre alt. Sie möchte auch mit Eduard ein Kind haben. Der Vater ihres Kindes hat sich nach Thailand abgesetzt und zahlt keinen Cent. Jana möchte eine richtige Familie.

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