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Am nächsten Tag. Feierliche Preisverleihung im Bundestag. Eduard Snoudin betritt die Bühne. Der Papst spricht per Video-Konferenz. Danach der UNO-Chef.

Dann Sven Ove Lindstroem. Er überreicht den Friedensnobelpreis. Es wird 20 Minuten geklatscht. Die Kameras surren und übermitteln die Bilder in alle Welt.

Der Bundestagspräsident überreicht das Verdienstkreuz. Wieder etliche Minuten Beifall.

Der Kreml-Chef genießt die Bilder vor seiner großen Videoleinwand. Er lächelt still und sieht aus wie Buddha.

Auch Jack auf Kreta genießt das Schauspiel. Er wartet darauf, daß der Skandal überkocht. Zufrieden nippt er am Weinglas und zwinkert seiner Frau zu.

Jana Kopischke sitzt vor dem Fernseher in ihrem Hotelzimmer und schüttelt den Kopf. Wie will Eduard da wieder rauskommen? Jana wählt die Nummer von Schneewinsky.

Schneewinsky liegt betäubt im Bett. Die letzte Nacht hat er gesoffen wie ein Ochse. Jetzt brummt der Schädel. Er stellt sich unter die kalte Dusche. Sein Mobiltelefon klingelt. Paul hört es nicht.

Die Kanzlerin sitzt steif da und formt ihre Raute. Irgend etwas stimmt nicht, denkt sie. Wer hat eigentlich die geheimen Unterlagen des Snoudin? Sie schickt eine SMS an den Innenminister. Der sitzt 5 Meter weiter.

Der Innenminister schüttelt den Kopf. Er weiß von nichts. Auch der Kanzleramtschef zuckt mit den Schultern. Der Außenminister tut so, als ob er schläft. Die Kanzlerin wirkt leicht nervös.

Der Bundestagspräsident redet immer noch. Er hat noch viele Blätter vor sich zu liegen. Die ersten Abgeordneten schließen die Augen und dämmern vor sich hin.

Eduard sitzt entspannt und lächelt freundlich in die Kameras. Er hat keine Ahnung, wie es danach weitergehen wird.

Derweil schleichen die 4 russischen Elite-Soldaten im Reichstag umher. Mit den gefälschten Ausweisen war es ein Kinderspiel, Zugang zu erhalten. Sie sollen Snoudin sofort nach Moskau entführen, wenn die Preisverleihung beendet ist.

Sie postieren sich an den Ausgängen.

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