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Bevor Eduard Snoudin den Saal verläßt, erinnern wir uns kurz. Bei der Talibank in Kabul liegen 500.000 Dollar für ihn bereit. Die hatte Jack überwiesen. Und da ist das erste Problem. Durch das SWIFT-Abkommen hat die NSA Zugriff auf sämtliche Geldbewegungen – weltweit.

Der Kreml-Chef wird ihm die gleiche Summe übergeben, wenn er wieder in Rußland ist.

Es ist Pause im Saal. Eduard strebt mit seinen beiden Leibwächtern zu den Toiletten. Die Leibwächter Alfons und Gerald waren lange arbeitslos. Dann bot das Arbeitsamt eine zweiwöchige Umschulung zum Personenschützer an. Seitdem arbeiten sie für den Bundestag.

Eduard betritt die Toilette. Die Wachleute warten vor der Tür. Nur eine Minute. Dann hat jeder von ihnen einen alten Kartoffelsack über dem Kopf und ist fest verschnürt. Alles geht lautlos und schnell. Die Russen beherrschen ihr Geschäft.

Jana hat endlich Schneewinsky am Telefon. Sie verabreden sich an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. In einer Stunde, sagt Paul. Bis dann.

Die Kanzlerin tuschelt mit ihren Ministern. Sie guckt streng. Die Herren versinken förmlich im Boden des Reichstages. Es sieht nicht gut aus. Keiner kennt die geheimen Dokumente des Snoudin. Keiner weiß etwas. Die Kanzlerin schäumt.

Sven Ove Lindstroem gibt derweil fleißig Interviews. Seine Brust ist vor Stolz kurz vor dem Platzen.

Die Kanzlerin läßt die beiden Protokollführer des Bundestages ausrufen. Die aber sitzen gemütlich im Müllraum und drehen sich einen Joint. Niemand kennt die weitere Tagesordnung. Der Kanzleramtschef verdrückt sich an die Bar. Er braucht jetzt einen Doppelkorn.

Eduard Snoudin sitzt vergnügt mit seinen russischen Landsleuten in einer abgedunkelten Limousine und verläßt Berlin. Er wählt Janas Nummer. Sie geht sofort ran. Eduard? Ja. Wo bist du Jana? Ich sitze mit deinem Vater am Alexanderplatz. Und du? Ich bin im Auto. Auf dem Weg nach Hause. Ich erklär es dir später, sagt Eduard und legt auf.

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