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Vorhin habe ich hier lyrische Gedanken über den Zeltplatz Aritma in Prag reingestellt. Wer kennt ihn nicht?

Na gut. Das war der Treffpunkt aller jungen Menschen aus der DDR, die etwas erleben wollten – im Ausland. Und da war Prag die erste Station der Reise. Ich war so oft dort in den 80ern – und immer war es gut.

Der Platz lag ziemlich weitab vom Zentrum – war dafür aber bezahlbar und berüchtigt. Man lernte die interessantesten Menschen kennen. Ich traf dort eine Verkäuferin, die in der Buchhandlung im Ernst-Thälmann-Park arbeitete. Wie das so ist. Unsere Fichtelberg-Zelte mit den ungarischen Iso-Matten haben viel gesehen und gehört…

Begehrte Bücher waren Bückware. Manche Exemplare kamen nur zu zweit in einer Buchhandlung an. Eins davon gehörte dann manchmal mir. Ich erinnere mich an Ausgaben von Kuczynski, Greene, Böll oder Fühmann.

So war das mit uns Ostdeutschen. Und unserer Moral.

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