Schlagwörter

, , , , , , , ,

Eduard Snoudin ist in Kabul. Es war leicht, über die Grenze zu gelangen. Afghanistan hatte nach dem Krieg, den die USA und ihre Vasallen dort führten, keine Strukturen. Es herrscht die Gewalt und das Geld.

Die westlichen Demokratien hatten also ihr Ziel erreicht. Die Asylbewerber strömen millionenfach Richtung Europa. Aus Syrien, Libyen, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Somalia, Sudan – von überall her, wo die US-Kuhjungen und ihre Marionetten Krieg führen. Aus einem Grund: Um den Wohlstand der oberen Zehntausend zu vermehren.

Leider werden die meisten Asylbewerber in Europa abgewiesen. Aber es gibt ein Land, welches alles kann. Dorthin kommen sie. Ein gelobtes Land.

Schneewinsky ist wieder in St. Petersburg. Er läuft durch seine Wohnung und möchte reden. Aber er ist allein. So allein wie zuletzt 1989.

Er öffnet einen Flasche Wodka und setzt sich vor den Fernseher.

Jana hat gekündigt. Sie hat nur zwei Koffer gepackt und ihrem Sohn erklärt, daß sie jetzt nach Rußland fliegen und dort bleiben werden. Aigul hat die Schlüssel zu ihrer Wohnung. Es ist ein tränenreicher Abschied.

Eduard betritt die Talibank. Er nennt die Nummer des Bankkontos und hält die Luft an.

Die Kanzlerin hat schlechte Laune. Es ist alles dumm gelaufen. Das gab es noch nie. Herr Li massiert sie fleißig – aber sie fühlt sich nicht wohl.

Hauke hat derweil seine Kündigung verfaßt. Er will in Schafflund leben und mit Dörte bumsen. Alles andere kommt später.

Der Bundespräsident ist in Berlin gelandet. Er möchte sich ausruhen – keine Nachrichten. Er geht ins Bett.

Jack bekommt einen Anruf. Der Kreml-Chef ist dran. Das Gespräch dauert nur eine Minute. Jack reibt sich die Hände und grinst. Seine Frau schaut ihn verwundert an.

Eduard stößt seine Atemluft geräuschvoll aus.

Advertisements