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Stehe unter der Brücke,
Füße geschwollen, Lippen verbrannt.
Alles schmerzt – wie zum Hohn
lese ich an der Wand:
Stell dir vor, hält einer an
– und steigt keiner ein.

Ziehe weiter mit schleppendem Schritt,
erloschen die Kräfte,
vergangen der Mut,
in Gedanken die Worte
„Hey, nimm mich mit!“
Stell dir vor, hält einer an
und steigt keiner ein.

Abends beim Tee ist alles vergessen,
freundliche Leute nehmen mich auf,
atme tief durch und werde vermessen,
fühl mich wie Vogel Greif:
Stell dir vor, hält einer an
– und ich steige ein!

(Juli 1985)

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