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Anna hat auch russische Wurzeln. Ihr Vater wurde in Rostow am Don geboren. Deshalb gibt es heute Pelmeni.

Immanuel kennt dieses Gericht seit seiner Kindheit. Er schnuppert kurz und küßt Anna. Es riecht gut, sagt er. Es wird schmecken, sagt sie.

Sie essen wortlos und schauen sich an. Immanuel erledigt den Abwasch. Anna sitzt am Piano und übt wieder. Sie möchte perfekt werden. Sie weiß noch nicht, daß es nicht möglich ist.

Annas Mutter war Tänzerin im Friedrichstadtpalast. Das ist lange her. Jetzt ist sie nur noch Beleuchterin der abendlichen Schau. Sie trinkt manchmal zuviel. Oder eigentlich immer. Sie ist immer noch gut, aber etwas zu alt für das zahlende Publikum. So sind die Regeln.

Immanuel duscht und geht ins Bett. Er wartet auf sie. Auf Anna. Manchmal probt sie die ganze Nacht. Heute nicht. Sie hat gesehen, was er braucht. Anna kommt nackt unter die Decke und läßt ihn gewähren…

Die Wahlen wurden haushoch gewonnen. Von der Partei die „Linke“. Gysi ist Kanzler. Die DEP kann nur noch zuschauen. Das Volk jubelt. 56,3 Prozent der Wählerstimmen für die LINKE.

Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 80 Prozent. Ein neuer Rekord in diesem Jahrhundert. Die Zukunft frohlockt. Innerhalb von 5 Tagen sind alle Ministerposten besetzt. Die Regierung kann jetzt regieren.

Gysi hält seine erste Ansprache als Kanzler. Aus der ganzen Welt treffen Glückwünsche ein. Sein Büro ist überlastet. Das Volk jubelt und ist glücklich.

Der neue Innenminister spuckt auf den Boden. Er kann Gysi nicht leiden. Die Justizministerin ist ebenfalls pikiert. Sie schielte auf das  Amt des Kanzlers. Der Integrationsminister hält ein Schläfchen.

Immanuel ist früh wach. Er schaut auf Anna und steht doch auf. Es gibt viele Sachen, die getan werden müssen. Er hält heute ein Referat über Gleichheit und Ungleichheit im Fach Politisches Wissen. Dieses Fach kotzt ihn richtig an.

Immanuel duscht und radelt zur Uni.

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