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Das ist der 500erste Artikel hier. Darum – und nur deswegen – zitiere ich mich selbst. Ein kleines Gedicht, geschrieben in Paris. Wer es nicht mag, überlese es.

Mir bedeutet es viel. Gerade in dieser Zeit.

Komm laß uns jetzt die Kerze
an beiden Enden zünden,
und zusehn wo’s die Mitte sprengt,
wenn beide Flammen sich verbinden.

Komm laß uns jetzt ganz ruhig sein
und laß uns Abschied nehmen,
von dieser Stadt und dieser Welt,
nach der wir uns so sehnen.

Und laß uns jetzt vor allem nicht
nur an das Ende denken;
laß uns nach diesem letzten Schluck
die Reste in der Seine versenken.

(Paris, 6.Oktober 1993)