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Stasi-Abteilungsleiter Klaus Eichner erzählte von den „NSA Requirements“ aus dem Jahre 1982, einer 4000 Seiten umfassenden Liste mit Beschreibungen all der Personen und Institutionen, die für die NSA informationsmäßig von Bedeutung waren. Diese „Bestell-Liste“ der NSA umfasste rund 30.000 „Einzelposten“, was für Frankreich 50, für Deutschland 35 Seiten an „Bestellungen“ ergab. „Es wurde niemand ausgespart, auch die eigenen Freunde nicht“. Eichner sah sogar eine Parallele zum Fall Snowden: Die Quelle war ein technischer Fernmeldeaufklärer der US-Armee mit relativ niedrigem Dienstgrad. Beim MfS war man sehr erstaunt, dass eine solche Person Zugriff auf ein derart brisantes Verzeichnis hatte.

Die Meldung ist schon 5 Tage alt – man sollte sich das aber mal auf der Zunge zergehen lassen. Die DDR wußte schon 1985, was die NSA treibt. Die BRD weiß es angeblich erst seit Snowden.

Es darf gelacht werden.

Heise

Update

Doch dank der damals von Joachim Gauck geführten Stasi-Unterlagenbehörde gibt es die NSA-Akten nicht mehr. Gaucks Mitarbeiter Hansjörg Geiger, später Chef des Bundesnachrichtendienstes, gab 20 laufende Meter Akten an das Bundesinnenministerium heraus. Das schickte eigens bewaffnete Einheiten des Bundesgrenzschutzes zum Aktenabtransport. Darunter war auch jene „National Sigint Requirement List“. Sie trug die höchsten Geheimhaltungsstufe „Top Secret Umbra“, wurde gar von Hand zu Hand an den Innenminister gegeben. Der händigte die Akten 1992 dann ungesichtet den US-Amerikanern aus. Geblieben sind allein die geschwärzten Übergabeprotokolle jener Akten, die hätten zeigen können, dass die Bundesrepublik bereits Jahrzehnte vor Edward Snowden ein Überwachungsziel der US-Amerikaner war und die Bundesregierung davon wusste.

Gauck – irgendwie kommt mir der Name bekannt vor…

Das steht hier.