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Auf dem Mond ging die Sonne unter. Chung saß auf einem Felsen und schaute begeistert zu. Sie war jetzt schon seit 18 Monaten in der Stadt. Ihr Leben hier war gleichmäßig und sicher. Es gab keine Erdbeben, kein Hochwasser, keine Kriminalität.

Sie konnte nachts allein spazieren gehen. Mit ihrem Hund, der in ihre Hosentasche passen würde. In China war das anders. Dort war jeder Tag unberechenbar. Sie wußte das aus den Emails, die von Freundinnen kamen. Chung hatte Medizin studiert und schon zwei Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet, bevor sie in die Mondstadt zog.

Sie war hier rundum zufrieden. Denn weder Männer noch Frauen waren für sie interessant. Sie liebte es, allein ihre Freizeit zu genießen. Und hier mußte sie auch nicht aus Karrieregründen so tun, als ob.

Genau genommen verkehrte sie nur mit einem Menschen – dem Inder Sikh. Der war ähnlich. Zusammen konnten sie prima schweigen und sich wohlfühlen.

Chung hatte nur ein Ziel – an dem ersten Flug zum Saturn teilnehmen. Dieser sollte in 2 Jahren starten. Es zog sie also immer weiter fort von der Erde. Denn dort sah sie keine Zukunft. Eher dort draußen – im Nichts der Unendlichkeit.

Sikh dagegen wollte in spätestens 3 Jahren zurück zur Erde. Dort wartete schon eine Frau auf ihn, die er heiraten mußte. Sikh achtete die Traditionen seiner Vorfahren.

Aber zurück ins Jahr 2025. Kanzler Gysi sitzt in seinem riesigen Büro. Drei Jahre sind rum. Er ist immer noch Regierungschef. Alles lief nach Plan. Aber seine Umfragewerte sinken. Der Kanzler ist müde. Er weiß auch nicht, wem er noch trauen kann. Eine Mauer aus Neid und Unverständnis umgibt ihn.

Freunde hat er nicht mehr. Er wußte, daß einige seiner Minister sich mit Vertretern der DEP trafen, um ihn zu stürzen. Doch was sollte er dagegen tun? Sie entlassen? Und dann?

Gysi schüttelte den Kopf und ließ sich nach Hause fahren.

Am selben Abend trafen sich der Fraktionsvorsitzende der DEP und der Innenminister. Ganz geheim in einem kleinen Privatclub, der Erotik und Sex versprach. Gemeinsam schauten sie den unbekleideten Minderjährigen zu, die an den Stangen tanzten. Die beiden Herren verband eine langjährige Männerfreundschaft durch ihre pädophilen Neigungen.

Der Innenminister war aber nur ein Betrachter, der es dann mit richtigen Frauen trieb. Der DEPp jedoch vollzog dann auch seinen Geschlechtsverkehr mit Kindern.

Derweil ging Gysi betrübt ins Bett.

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