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… und mehr Waffen verhindern Kriege und bringen Frieden. Der erste Halbsatz wurde nie so gesagt, der zweite schon. Es besteht ein parteiübergreifender Konsens, daß noch mehr deutsche Waffen exportiert werden müssen.

Das gemeine Volk würde bei dem ersten Halbsatz vielleicht über seinen Sinn nachdenken, beim zweiten eher nicht. Obwohl beide Halbsätze bar jeder Logik sind – sprich: idiotisch.

Woran mag das liegen? Persönliche Erfahrungen. Kaum jemand weiß, wie sich Krieg anfühlt. Wie Waffen wirken. Aber alle wissen wie Verkehrsunfälle aussehen. Oder haben schon selbst einen erlebt.

Schauen wir einfach mal rational auf Autos und Waffen. Beide werden produziert, weil sie Profit bringen. Und beide Produkte werden gekauft, um sie auch zu nutzen. Stichworte: Wert/ Gebrauchswert.

Aber blicken wir mal in die USA. Dort ist der Besitz einer Waffe so normal, wie das Auto vor dem Holzhaus. Resultat: 30.000 Amerikaner erschießen sich pro Jahr gegenseitig. In etwa die gleiche Anzahl Amis stirbt jährlich durch einen Verkehrsunfall.

Daraus könnte man schon schlußfolgern, daß Waffen nicht gefährlicher als Autos sind. Zumindest in den USA. Aber da betrachten wir ja auch nur Handfeuerwaffen.

Die Bundesregierung möchte momentan etwas andere Waffen an die Kurden liefern – und sie gestatttet schon immer den Export ganzer Rüstungsfabriken in andere Krisenstabilegebiete.

Die Waffen-Export-Argumentation (ganz oben) liest man zur Zeit immer wieder. Quer durch alle Manipulationsmedien. Wie ihr seht, beschränkt man sich professionell auf die Ebenen, die der gemeine Fritz nicht kennt. Und irgendwann langweilig findet.

Darum mein Vorschlag für eine neue Propaganda-Strategie: Baut mehr Autos, um Verkehrsunfälle zu verhindern.