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Aufschwung erinnert mich an den berühmten Feldaufschwung am Reck, der im Sportunterricht Pflicht war. Den beherrschte ich ganz gut. Den sich ständig versteckenden Aufschwung in der deutschen Wirtschaft verpasse ich jedesmal. Denn gerade wollte ich ihn genießen, da ist er schon wieder vorbei.

Ich habe ja auch schon die blühenden Landschaften im Osten verpaßt. Aber da bin  ich wohl nicht der einzige.

Monatelang ging die Angst vor einer Deflation um. Zumindest in den Medien. Plötzlich wird enthüllt, daß der Strompreis sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat. Das war echt eine Überraschung. Ich hätte das ohne die Qualitätsmedien nicht bemerkt.

Nun also weisen die Gutachten aus, daß der Aufschwung in einen leichten Abschwung übergeht. Einige Prozentzahlen werden nach unten korrigiert. Die Kaffeesatzleser haben sich verlesen.

Denn wie erstellen sie ein Gutachten? Melden alle Unternehmen ihre Planziele an eine Staatliche Plankommision? Nein. Melden die Unternehmen die geplanten Neueinstellungen? Nein.

Aber trotzdem gibt es ein Gutachten. Auf welcher Basis?

Die brauchen keine Basis. Die Wirtschaftsweisen würfeln das aus. Niemand stellt Fragen. Zumindest habe ich noch nie Zweifel an dieser Vorgehensweise gehört oder gelesen.

Der Focus titelt: Merkels Linksrutsch verschärft Abschwung.

Aha. Das lasse man sich auf der Zunge zergehen. Oder lieber nicht.

Die Zahl der Arbeitslosen für 2014 und 2015 weiß man auch schon. Irgendwie erinnert das an die DDR. Die Wirklichkeit wird dann an den Plan angepaßt. Die  Zahlen aus Nürnberg funktionieren so seit Jahren.

Marktwirtschaft. Sozial. Gerecht. Planmäßig.