Schlagwörter

, , , , , , ,

Als Kapitalismusforscher muß ich doch mal auf das Phänomen eingehen, daß Guthaben einen Strafzins einbringen und Schulden einen Guthabenzins.

Kapitalismusforscher gibt es im Prinzip kaum. Denn wer soll sie bezahlen? Springer? Bertelsmann? Die Kurie?

Nö. Die haben kein Interesse, daß jemand entdeckt, welch ein Lausbubenstreich der Kapitalismus ist. Ein strammer Nationalökonom müßte doch schlußfolgern, daß der Antikapitalismus ausgebrochen ist. Quasi ein Kommunismus.

Leider sind zur Zeit alle Ökonomen im Urlaub. Oder sie tun so. Oder sie sagen den Ölpreis nebst Rubelkurs voraus.  😉 Leider nicht erfolgreich.

Wie wir alle wissen, hat das Kapital viele Erscheinungsformen. Und der Kapitalist hat viele Möglichkeiten, Geld zu machen, ohne zu arbeiten. Verwehrt ihm der Staat die Möglichkeit, Zinsen aus Spargeld zu ziehen, reitet er weiter.

Der Staat legt die Zinsen fest? Huch – hat da die Marktwirtschaft gerade geschlafen?

Dividenden aus Aktien oder Mieteinnahmen aus Immobilien wird es weiterhin geben. Und die dazugehörigen Blasen auch.

Was bewirkt denn nun der Negativzins?

Nur die gewollte weitere Enteignung des Volkes. Alles andere nicht – auch wenn es täglich in den Krawall-Muschi-Medien steht.

Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Das funktionierte nicht mehr so gut mit Guthabenzinsen – also nehmen wir sie weg.

Der Kapitalismus ist ein Lausbubenstück, welches in Echtzeit geschrieben wird. Und jeder Fehler wird durch zwei neue wettgemacht. Diese Spirale dreht sich und wird kaum ein Ende finden.