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Tong sitzt bei Eduard Snoudin in der Küche. Sie trinken Kaffee und mustern sich. Eduard wirkt jünger, als er ist. Das also ist der Freund der Mutter von Nadia.

Eduard erzählt von seinem Leben auf der Erde. Wie er die Geheimdienste verarschte. Tong staunt und schüttelt manchmal den Kopf. Es hört sich wie ein Märchen an, was dieser Alte ihm erzählt.

Tong wußte nicht, was Krieg ist oder daß sich Menschen gegenseitig umbringen. In seinem Raumschiff gab es so etwas nicht. Da halfen sich alle gegenseitig. Denn alle hatten das eine Ziel: Irgendwo ankommen.

Der alte Mann spricht vom Kampf der Systeme. Tong muß immer wieder nachfragen, damit er alles versteht. Seine Welt ist eine andere. Hier auf dem Mond arbeiten alle zusammen. Denn nur so können sie überleben. Es gibt kein Geld, keine Parteien, keine Politiker.

Tong sitzt später nachdenklich da und starrt in seine Kaffeetasse. Keiner sagt etwas. Später dann bringt Eduard ihn zur Tür und ermuntert ihn, jederzeit vorbeizukommen.

Nadia und Tong treffen sich abends. Sie diskutieren über Eduard. Und über die Erde, die sie beide nicht kennen. Irgendwann landen sie bei Tong und gehen ins Bett. Gemeinsam.

Spät am Nachmittag stehen sie auf und frühstücken. Sie haben beschlossen mehr zu erfahren. Über diese Erde, die sie nur am Himmel sehen. Hier auf dem Mond ist alles klar und einfach. Sie leben unter einem Himmel aus Glas. Und die Welt ist begrenzt.

Anna schaut auf den Kalender an der Wand. Es ist der 23. September 2048. Ein Jahrestag. Sie lernte Immanuel kennen. Aber rasch verdrängt sie diesen Gedanken und konzentriert sich auf Eduard. Der wird am nächsten Tag mit ihr einen Ausflug machen. Anna freut sich und geht ins Bett. Sie hört nicht, als ihre Tochter in die Wohnung schleicht.

Tong sitzt an seinem Schreibtisch und sucht wieder nach Informationen über die Erde. Es läßt ihm keine Ruhe. Er möchte wissen, wo er herkommt.

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