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In den 90ern bin ich manchmal durch die Dörfer des Ruhrgebiets gefahren. Dortmund, Düsseldorf, Krefeld oder Essen.

Dort sah es schrecklich aus. Aber nicht viel anders als in anderen Dörfern der westdeutschen BRD.

Immer wieder klingt mir ein Satz der Hamburgerin in den Ohren:

Deutschland geht es gut.

Warum die Wähler der westdeutschen Einheitsparteien das glauben, ist mir schleierhaft. Denn mittlerweile sieht es in den Dörfern des Ruhrpotts noch beschissener aus.

Die verheerende soziale Situation im Ruhrgebiet spitzt sich weiter zu. Nachdem erst vor wenigen Wochen offiziell bekanntgeworden war, dass allein in Duisburg rund 10.000 Menschen ohne Krankenversicherung leben (siehe jW vom 18.5.2015), hatte die etablierte Politik zugesagt, schnell für Abhilfe zu sorgen. Geschehen ist bisher nichts. So scheinen vor allem der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und sein ebenfalls aus Duisburg stammender Parteifreund, NRW-Innenminister Ralf Jäger, das Problem aussitzen zu wollen.

Nun war Siggi da. Vizekanzler. Der wird die soziale Marktwirtschaft wieder anschieben. Alles wird gut. Es lebe der Kapitalismus!