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Immerhin noch satte 70 % der Bürger der BRD schleppen sich alle 4 Jahre sonntags zur Urne. Die meisten würden ja sofort in selbiger liegen bleiben, aber das räumt das Wahlgesetz nicht ein. Also schleppen sie sich wieder zurück ins traute Heim.

2017 wird es wieder einen Sonntag geben, wo der angebliche Souverän über seine Zukunft entscheidet.

Die Auswahl für die Kreuzchen ist nicht gewaltig. Nachdem der gemeine Wessi jahrzehntelang zwischen CDU, SPD und FDP wählen durfte, kam irgendwann noch eine grüngetarnte Partei hinzu. Spätestens 1998 hatte der Wessi dann alle Parteien mal im Regierungstollhaus erlebt.

Zwischendurch – also kurz nach der Vereinnahmung der DDR – kam dann auch die SED mit auf den Wahlzettel. Die heißt jetzt völlig anders, ist aber auch egal. Ist wie mit den Schokoriegeln – anderer Name, gleicher Inhalt.

Mittlerweile ist die FDP im Bundestag durch die SED ersetzt worden. Spielt auch keine Rolle, da die SED nur Beiwerk im demokratischen Roulette ist. So wie die FDP, als sie an Regierungen beteiligt war.

Nun ist es so, daß CDU und SPD eine Liebesheirat eingegangen sind. Und dieses Glück könnte ewig halten. Denn seit Schröder hat die CDU gemerkt, daß sie doch nicht verschieden sind. Im Gegenteil. Die SPD ist inhaltlich voll auf der Linie des Programms der CDU.

Für diese Erkenntnis brauchte man zwar fast 60 Jahre – aber so eine lange Probezeit kann die Ehe nur stärken.

Zurück zum gemeinen Wähler. Egal wo er sein legasthenisches Kreuz auch macht – er wählt immer das, was er nicht haben will.

Von daher spreche ich hiermit alle Wähler von Verantwortung frei.

Ausnahmslos alle. Selbst diejenigen, die noch an den Urnengang glauben. Und ihr Kreuz dort machen, wo es nicht hingehört. Denn im Zweifelsfalle ist das ganz egal. Das Geheimnis der Urnen ist unumstößlich.

Zum guten Schluß danke ich allen Urnengängern dafür, daß sie alles so ernst nehmen. Denn immerhin verteidigen sie die Demokratie. Mit ihrem Kreuz.

Mit faulen Säcken wie mir ist kein Staat zu machen.