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Wir erinnern uns kurz – im September begann das große „Willkommensritual“  auf bundesdeutschen Bahnhöfen. Plüschtiere und Wimpelketten, 24-h-Berichte über den Humanismus der Bundesdeutschen. Lob von allen Seiten.

Was ist davon nur fünf Monate später übrig?

Das Drängen Deutschlands, der Türkei und Griechenlands hatte Erfolg: Die Nato schickt einen Marineverband unter deutscher Führung in die Ägäis, um im Kampf gegen die Flüchtlingskrise zu helfen… Aufgabe der Einheit sei, das Gebiet zu überwachen und Informationen über illegale Grenzübertritte zu sammeln, sagte Stoltenberg. „Es geht hier nicht darum, Flüchtlingsboote zu stoppen oder zurückzudrängen.“

Das hört sich schon anders an. Illegale Grenzübertritte. Damals waren sie noch legal?

Im Mittelpunkt stehen die Schlepper. Die werden jetzt ausgebremst.

Zugleich könnte die Türkei anhand der Nato-Informationen an Land gegen die Schlepper vorgehen. „Das sind etablierte kriminelle Netzwerke, die Millionen aus diesen Menschen herauspressen und an ihnen verdienen und billigend in Kauf nehmen, dass Tausende ertrinken“, sagte von der Leyen.

Man könnte diese Kriminellen einfacher ausschalten. Indem die Flüchtlinge einfach den sichersten Weg von Afrika oder aus Nahost wählen – das Flugzeug.

Ein Flugticket ist bedeutend billiger, als der See- und Landweg mittels Schleppern. Es  gibt nur ein Problem – auf Flughäfen braucht man einen Paß und ein Visum. Auf dem Landweg via Mittelmeer offensichtlich nicht.

Warum ertrinken denn nun Tausende? Weil Sicherungsmaßnahmen nur für Flugreisen gelten. Das ist der Grund – Frau Verteidigungsministerin.

So schnell kann man ein paar Lügen enttarnen.

Aber wo ist denn nun die sogenannte Willkommenskultur abgeblieben? War sie ernstgemeint?

Natürlich nicht. Mittlerweile vertritt die Regierung der BRD die gleichen Positionen wie Ungarns Orban. Und darüber hinaus vertritt man auch Positionen der AfD.

Ich habe auch nie einen Protest der BRD gegen die Grenzzäune in Melilla gehört. Ich habe nur zusehen dürfen, daß die 60 Millionen Flüchtlinge schon seit Jahren an die Tür Europas klopfen. Aber da sah man nur Bilder von Melilla, den Kanaren, Lampedusa oder diversen griechischen Inseln.

Am ersten Septemberwochenende des letzten Jahres geschah dann etwas, was bis heute unverständlich ist – die BRD erinnerte sich plötzlich der Flüchtlinge und beschwor den Humanismus.

Nach ca. zwei Monaten begriffen die sogenannten Humanisten, daß eine kurzfristige Geste keine Lösungen bringen kann. Nun rudert man zurück und umwirbt Erdogan – der soll die schmutzigen Sachen machen. Erdogan soll Europas Außengrenze im Südosten schützen.Vor den Flüchtlingen.

Diese Politik ist unglaubwürdig.

Damit wären wir bei der Überschrift: Pseudo-Humanismus.