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Demnächst nur noch gegen Bezahlung. Das ist der Trend.

Es werden immer mehr, die Geld dafür verlangen, daß man ihre geistigen Ergüsse liest.

Die Zeitungen und Zeitschriften errichten im Gleichschritt Bezahlschranken. Einige Blogs auch – wobei diese grandios scheitern.

Woran liegt das?

An den Inhalten und der verkorksten Sprache, an den ewig gleichen Denkmustern. Ich lese überall den gleichen Quatsch aus der gleichen Perspektive. Kein eigenes Denken, keine Kreativität.

Zweitens sind viele Seiten mit nerviger Werbung verstopft. Die KMM lassen uns mit einem Adblocker nicht mehr rein, die Krawall-Muschi-Blogs dagegen schon. Aber das Blinken und der Durchlauf lästiger Werbebänder schreckt mich ab.

Drittens sind die meisten Artikel viel zu lang. Die Autoren ergehen sich in unzähligen Wiederholungen. Sie beschreiben etwas mit 3000 Wörtern, was auch mit 300 auskommen würde.

Viertens möchte auch niemand für etwas bezahlen, was keinen Mehrwert hat.

Fünftens ist jeder, der mit Meinungen Geld verdienen will, nicht unabhängig. Er ist abhängig von seinen Geldgebern – seien es Konzerne, die Werbung plazieren oder die Leserschaft, die Rechnungen bekommt.

Das ist ein Dilemma. Der Kapitalismus beherrscht jeden Zentimeter des Lebens.

In naher Zukunft werdet ihr nur noch ein paar Blogs finden, die das Zwischennetz ausmachen. Alles andere muß bezahlt werden.

Das Zwischennetz wird dann hauptsächlich nur noch zum Austausch von Waren und Dienstleistungen fungieren – der Austausch von Gedanken wird wieder in der realen Welt stattfinden.

Der Verwertungszwang im Kapitalismus ist gnadenlos. Jeder unterliegt ihm und kann nicht entkommen.

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