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Eine Überschrift aus dem Spiegel vom 27.12. 1993.

Damals war die Welt noch in Ordnung – bis auf die paar Kriege, die dem Sheriff aufgedrängt wurden.

Bemerkenswert an diesem Artikel des Spiegels ist, daß er neben den üblichen Lügen auch noch Wahrheit enthalten durfte.

Daß Interventionen kühler konzipiert sein sollten, wußte keiner besser als Bush. Die Kunst des populären und erfolgreichen Militäreinsatzes hatte er selber schon zweimal geübt. Es gehören mehrere Voraussetzungen dazu: daß man selber die Medien manipuliert, statt sich von ihnen gängeln zu lassen; daß schon vorher feststeht, wann und wie man aus dem Interventionsland wieder herauskommt; und daß der Mantel der Uno, wenn er denn schon gebraucht wird, nie zu einer Zwangsjacke schrumpfen darf. Unentbehrlich ist auch ein klares Feindbild, am besten mit einem kruden Finsterling im Mittelpunkt.

Na?

Das war vor über 23 Jahren. So viel Ehrlichkeit dürfen wir heute nicht mehr erwarten.

Trump durfte im Vorfeld nicht am Brandenburger Tor Sprechblasen absondern. Er bekam auch nicht vorab den Friedensnegerpreis.

Doch spannend wird, was er wirklich macht. Schlechter als die Sprechpuppe kann er nicht werden. Das ist nicht möglich.

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