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Alexander war aufgefallen, dass die Laborratten in engen und leeren Käfigen gehalten worden waren. Er machte folgendes: Er baute einen sogenannten Rat park, eine Art Rattenparadies. Fast neun Quadratmeter groß für 16 bis 18 Ratten beiderlei Geschlechts mit einem Überfluss an Nahrung, jeder Menge Spielzeug. Die konnten vögeln, soviel sie wollten. Auch diesen Ratten wurde die Wahl zwischen Leistungswasser und mit Morphin versetztem Wasser gelassen. Das Ergebnis: Keine einzige von ihnen wurde süchtig und starb. Das heißt: Wenn die Rahmenbedingungen gut sind, wenn wir uns als Teil der Gemeinschaft fühlen, dann ist die Gefahr, abhängig zu werden, gering.

Die Legalisierung von Drogen ist also der völlig falsche Weg. Denn wir leben nicht im Paradies – eher in den engen und leeren Käfigen.

Drogen sind Schmiermittel des Kapitalismus. Sicher kann man mehr Geld verdienen, wenn sie illegal sind. Aber das ist kein Grund, sie freizugeben. Besser wäre es, eine menschenwürdige Gesellschaft zu schaffen. So wie im Rat Park.

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