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Als ich das Buch 1991 las, mußte ich sofort an die BRD denken, die mich vereinnahmt hatte. Blöd war, daß es

ein bis dahin systemkonformer Rechtsanwalt in Eisenhüttenstadt, SED-Mitglied, Parteisekretär der Anwälte gar,..

geschrieben hatte. Und er meinte nicht die BRD – sondern seine DDR. Im April 1989 erschien diese Trivialliteratur in der BRD. Autor und Parteisekretär Henrich beklagte danach, daß seine „wirtschaftliche Existenz zerstört worden sei“.

Ja klar – er war dann der erste Obdachlose der DDR. Es darf gelacht werden.

Warum erinnere ich mich an solchen Dreck? Weil nach dem Kopftuchverbot nun auch ein Kreuzanhängerverbot in Berlin gilt.

Zum Kopftuchverbot in Berlin schrieb ich hier schon – vor 18 Monaten. Nun also das Kreuzverbot.

In meiner ersten Fahrerlaubnis war ein Foto, auf dem ich eine Kette mit Kreuz trug.

Das war aber noch in der DDR. Da war man nicht so vormundschaftlich, wie der Henrich behauptete. Und wie die BRD ist.

Was machte eigentlich der Parteisekretär Henrich, der in seinem Buch die BRD beschrieb – ungewollt – und seitdem in ihr lebt?

Nach der Wende lehnte Henrich alle ihm angetragenen politischen Ämter ab und arbeitet heute wieder als Rechtsanwalt. Unter anderem war er Verteidiger von DDR-Grenzsoldaten bei den Mauerschützenprozessen.

Paßt alles zusammen – oder?   🙂

Ansonsten wurde er nicht mehr auffällig, seitdem er der sogenannten Vormundschaft entkommen ist. Nu issch er glücklich.

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