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Da steht doch was in meinem Rückwärtszähler über die Weichmark.

Einige werden sich noch erinnern, wie das vor knapp 27 Jahren war. Aber wiederholen wir das doch kurz.

Der ahnungslose DDR-Bürger zahlte so um die 50 DDR-Mark Miete. Dann kam der 1. Juli 1990. Die Weichmark der BRD löste unser stabiles Geld ab. Es soll einige gegeben haben, die auch noch jubelten. Na ja, Gott hat nicht alles gleichverteilt bei den Menschen – speziell die Gehirnfunktionen.

Aber es dauerte nicht lange, bis auch der letzte Dödel begriff, daß er plötzlich nicht nur 50 harte Mark, sondern 400 Weichmark für seine Miete aufbringen mußte. Unterdessen hatten sich Löhne und Gehälter aber nicht so rasant entwickelt. Im Gegenteil. Und die Wohnung war auch noch dieselbe.

Viele machten Bekanntschaft mit der Arbeitslosigkeit. Und damit auch mit dem Wesen der Weichmark: Sie war in fast allen Lebensbereichen eine inflationäre Währung. Lebensmittel, Nahverkehr, Zugverkehr, Kultur etc. Wo vorher ein paar Ostpfennige ausreichten, mußte man jetzt ganze Weichmarkbündel parat haben.

So war das damals.