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Es war einmal …

Der Sultan hatte Schlafstörungen. Selbst Fatima konnte die nicht vertreiben. Sie war die berühmteste Bläserin des ganzen Reiches. Ihre Oboe war ihr ein und alles.

Verschiedene Ärzte hatten ihm bescheinigt, daß er völlig gesund sei. Die Ärzte waren wirklich verschieden. Innerhalb eines Jahres.

Das Reich des Sultans wuchs und gedieh. Selbst in Ländern, die weit weg lagen, hatte der Sultan Verbündete. Aber irgendwer baute Kirchen in seinem Land. Dort beteten die Ungläubigen und verbreiteten den Irrglauben. Leider gab es keine Möglichkeit, dies zu verbieten.

Der Sultan war stolz darauf, daß sein Reich so weltoffen und bunt war. Ein Musterbeispiel für die Demokratie. Alle Minister wurden ordungsgemäß von ihm ernannt.

Das Volk durfte mitbestimmen – alle fünf Jahre gab es eine Wahl, bei der das schönste Kamel gekürt wurde. Kamele können wochenlang ohne Wasser und Nahrung auskommen. Trampeltiere mit Kondition.

Eines Tages gewann ein Kamel namens Ingo den Wettbewerb. Ingo besuchte regelmäßig Kirchen und beichtete dort seine Sünden. Zum Beispiel die ca. 400 Vergewaltigungen von Kamelfrauen, die in nur einem Jahr stattfanden.

Der Sultan ließ Ingo erschießen. Ingo war nie in einer Moschee.

Der Bruder von Ingo schwor ewige Rache. Selbst als Kamel konnte man nicht vergessen, was der Sultan verbrochen hatte.

Kamel Bruno (Ingos Bruder) gründete eine Gruppe bei Fratzenbuch und hatte nach wenigen Tagen 256.792 Verfolger.

Der Sultan schlief wieder gut.