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Meier war verschwunden. Sein Briefkasten war mit Werbung verstopft und niemand hatte ihn seit zwei Wochen gesehen.

Die Nachbarn beschlossen, die Polizei zu rufen.

Beamte brachen am nächsten Tag seine Wohnungstür auf. Kein Meier war da. Der Kühlschrank war leer und vom Stromnetz getrennt. Seine Katze war nicht da.

Die war beim Nachbarn Paul – was aber keiner wußte. Paul hatte Meier versprochen, völlig ahnungslos zu tun. Das gelang ihm auch.

Die Polizei tat noch so, als würde sie nach Meier suchen. Dabei lag die Akte Meier längst in einer Schublade. Niemand vermißte ihn.

Billy dachte manchmal an Meier – aber nur kurz. Er war zu plötzlich mit seiner Krankschreibung verschwunden. Billy kannte das von vielen anderen. Niemand war zuverlässig.

Paul hatte mehrmals mit Meier telefoniert. Über Skype. Meier ging es gut. Er war in Südfrankreich bei der Weinernte. Meier hatte berichtet, daß er eine wichtige Entscheidung getroffen hatte. Paul hatte ihm gesagt, daß es so richtig wäre.

Das Schoppzenter schickte eine Vorladung zum Amtsarzt. Meier erschien natürlich nicht. Daraufhin strich man ihm sämtliche Geldleistungen. Meier erfuhr das nicht. Es interessierte ihn auch nicht mehr.

Er hatte mit seinem Leben in der BRD abgeschlossen.