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Meier stand an der Straße. Es fuhren viele Autos vorbei. Aber keins hielt an. Meier setzte sich hin und döste. Da kam ein roter, klappriger Renault und stoppte neben ihm.

  • Na Meister, wo willste hin?
  • Nach Biarritz.
  • Steig ein. Ist auch mein Ziel.

Meier wuchtete seinen Rucksack in den Kofferraum und setzte sich neben die rothaarige Frau. Die grinste ihn an.

  • Du bist ein Ossi. Stimmts?
  • Ja. Ich bin Meier aus dem Plänterwald.
  • Geil. Ich bin in Adlershof aufgewachsen. Sind wir ja fast Nachbarn gewesen.
  • Was machst du in Biarritz?
  • Ich habe einen Millionär, für den ich Pflegefachkraft spiele. Irgendwann wird der abnippeln und dann genieße ich mein Leben.
  • Wie lange machst du das schon?
  • Fast acht Jahre. Wenn ich Pech habe, werden es nochmal 8 Jahre. Was willst du in Biarritz?
  • Das ist eine lange Geschichte.
  • Erzähl.

Und Meier erzählte ihr die ganze Geschichte. Vom EAW über das Scheißhaus bis zur Weinlese. Birgit – so hieß die Frau – lachte ausgiebig.

  • Mensch Meier! Du hast ne Menge erlebt. Wirklich lustig. Mein Leben ist dagegen langweilig. Hier hast du meine Adresse, falls du mal quatschen willst. Ich darf jederzeit Besuch empfangen.

Birgit zwinkerte ih an. Meier war verwirrt. Warum traf er hier nur Menschen, die ihn mochten?

  • Birgit – ich lade dich zum Essen ein. Du bestimmst das Restaurant. Ich war noch nie in Biarritz.
  • Kein Problem. Morgen um acht im La Table Basque. Findest du das?
  • Bestimmt.
  • So Meier, wir sind da. Hier ist dein Traumziel.

Meier stieg aus und winkte Birgit hinterher.