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Meier pflegte nun schon seit 5 Monaten den Garten des Barons. Obwohl es ihm gut ging, wollte er irgendwo anders sein.

Aber wo?

Im Plänterwald. Aber seine Wohnung war weg und die BRD verweigerte ihm die Einreise. Meier saß manchmal tagelang vor dem Rosenstrauch und träumte vor sich hin. Der Baron und Birgit bemerkten das natürlich. Aber sie sprachen ihn nicht an.

Meier trieb sich jetzt auch öfter mit der Schildkröte Lisa herum. Sie waren Freunde geworden. Meier genoß das Schweigen von Lisa.

Am 169. Tag seines Gärtnerdaseins faßte Meier einen Entschluß. Er wurde beim Baron vorstellig und bekam grünes Licht. Auch Birgit zeigte Verständnis.

Meier stand wieder an der Straße. Richtung Marseille. Von dort fuhren Schiffe in die ganze Welt. Meier war nach fünf Tagen am Ziel. Er verdingte sich als Schiffskoch auf einem Kahn, der nach Algier schipperte.

Meier war ein guter Koch. Die Mannschaft war zufrieden.

In Algier ging Meier von Bord. Er mietete ein billiges Zimmer (1 Euro pro Tag) und wanderte in die Kasbah. In der Altstadt sah er einen deutschen Laden für Radios.

  • Tag Meister. Suchen sie Fachkräfte?
  • Ach nö – Meier. Was machst du hier?

Der Inhaber war ein Arbeitskollege aus dem EAW Treptow. Damals trafen sie sich selten. Denn Bernd war in einer anderen Schicht.

  • Meier – kannst du Radios reparieren?
  • Sicher.
  • Du kannst sofort anfangen. Da hinten stehen ca. 100 kaputte Apparate.
  • Was zahlst du?
  • Nach Tarif.

Beide lachten ausgiebig und einigten sich dann auf einen moderaten Lohn für Meier.

Meier blieb ganze sechs Wochen, bevor es ihn weiterzog. Er schiffte sich ein. Von Algier ging es nach Tripolis.