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Der von den Wessis hochgelobte Arabische Frühling hatte auch hier seine Spuren hinterlassen. Meier nahm es zur Kenntnis und suchte ein Quartier.

Er fand ein schäbiges Zimmer für 3 Euro pro Tag.

Meier wußte noch nicht, wo er hinwollte. Also schlenderte er durch die Altstadt. Er bewunderte die Architektur. Die arabischen Kehllaute störten ihn nicht mehr. Meier verstand nicht, warum man hier weg wollte.

Im Plänterwald gab es keine Attraktionen – zumindest seitdem der Vergnügungspark geschlossen wurde. Ein paar Wessis hatten alles zerstört. Meier trank seinen Kaffee und guckte ins Leere.

Abends hatte Meier einen Job als Fahrrad-Reparateur bekommen. Ein Engländer quatschte ihn an und sie unterhielten sich.

Meier blieb drei Wochen in Tripolis. Dann packte ihn das Reisefieber. Sehnsüchtig betrachtete er die auslaufenden Schiffe.

Nach vielen Versuchen hatte er ein Containerschiff gefunden, welches in einer Woche nach Südamerika fahren sollte. Meier heuerte als Hilfskoch an.

Den letzten Abend verbrachte er mit Fatima – seiner Nachbarin. Fatima war Bauchtänzerin in sehr fragwürdigen Kneipen.

Meier und sie unterhielten sich, bis es dämmerte. Dann lief er mit seinem Rucksack los. Sein Kahn fuhr nach Argentinien.

Meier warf einen letzten Blick auf Tripolis und verschwand im Schiffsbauch.