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Manch einer fragt sich bestimmt, wie Meier ohne gültige Papiere reisen konnte.

Der Baron hatte ihm einen algerischen Paß verschafft. Natürlich gefälscht – aber das störte niemanden. Meier war Algerier und sah auch fast so aus. Nur die blonden Haare waren etwas merkwürdig.

Meier schälte Kartoffeln. Wie jeden Morgen. Die Besatzung des Schiffes bestand aus Europäern. Am Mast war die Flagge Panamas zu sehen.

Es wimmelte nur so von Weißrussen, Ukrainern, Holländern, Dänen, Bulgaren und Litauern. Meier war mal wieder der einzige Deutsche. Aber er konnte sich gut verständigen – die meisten sprachen Russisch oder Deutsch.

Nur der Kapitän – ein Isländer – war schwer zu verstehen.

Meier rührte in der Suppe und lauschte seinem Chefkoch – ein witziger Holländer.

  • Meier, was willst du in Argentinien?
  • Keine Ahnung. Ich war noch nie dort.
  • Ich schon. Dort gibt es nichts außer Pampa.
  • Warum bist du auf dem Schiff Chef?
  • Ich fahre seit 30 Jahren um die Welt. Holland war zu klein für mich. Und du?
  • Lange Geschichte.
  • Erzähl.

Also wurde Meiers Irrweg schon wieder besprochen. Der Chefkoch lachte herzhaft.

  • So bist du jetzt Algerier. Schon lustig.
  • Eher traurig.
  • Meier – schau dir Chile an. Wird dir gefallen. Vielleicht bleibst du dort.
  • Wieso Chile?
  • Mir ging es so. Habe dort ein paar Jahre gelebt.
  • Und wo lebst du jetzt?
  • Hier. Keine Wohnung. Keine Frau. Nur dieser Kahn.
  • Geht mir ebenso.
  • Komm Meier – hier hinten steht ein vorzüglicher Branntwein. Laß uns anstoßen auf unsere Leben.

Danach schälte Meier Zwiebeln. Es war heiß in der Kombüse. Sie fuhren gerade an den Kanaren vorbei.

Meier briet gerade das Fleisch an, als  der Kapitän erschien. Meier dienerte und widmete sich wieder dem Fleisch.