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Meier mußte eingenickt sein – er hatte gemütlich im Rettungsboot gelegen und den Sturm verschlafen. Der Chefkoch war nicht mehr da. Es hatte ihn weggespült.

Meier sah Land. Er eilte zum blockierten Ruder und drosselte den Motor. Der Chefkoch war weit nach Westen gefahren und so landete Meier auf der chilenischen Seite Feuerlands. Er steuerte eine große Insel an und suchte einen Anlegeplatz.

Nach einigen Stunden fand er einen Bootssteg vor einem Leuchtturm. Meier nahm die Verpflegung mit und sprang an Land. Das Boot machte er nicht fest. Wieso auch.

Nach wenigen Minuten gelangte er zum Leuchtturm. Dort war eine Klingel an der Tür. Also klingelte er.

Daraufhin knurrte ein Hund. Es erschien eine relativ junge, schwarzhaarige Frau und guckte ihn ratlos an.

  • Ich bin schiffbrüchig. Können sie mir helfen?
  • ¿Que pasa?
  • Speak english?
  • Little bit.

Meier radebrechte auf englisch und die Frau nickte. Er durfte eintreten und bekam einen starken Kaffee. Der Hund beobachtete ihn mißtrauisch.

Michaela und Meier aßen dann gemütlich. Meier schmeckte es vorzüglich. Es gab auch ein Gästezimmer. Abends tranken sie beide chilenischen Rotwein und schauten aufs Meer. Manchmal sagte jemand einen Satz. Aber das war auch egal. Meier und Michaela verstanden sich wortlos.

Michaela kam aus einer ziemlich reichen Familie und hatte ihr Studium abgebrochen. Von Santiago war sie hierher getrampt und wollte bleiben. Also kaufte Papa ihr den Leuchtturm und sorgte für ihren Lebensunterhalt. Michaela malte stundenlang Bilder vom Ozean. Oder guckte nur aufs Meer.

Meier fand das gut. Er wußte auch nicht, warum man sich abstrampeln sollte.

Als es dämmerte und drei Weinflaschen geleert waren, krochen sie zusammen ins Bett.

Vor Kap Hoorn tobte der Sturm.