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Chemnitz könnte in ruhigen Zeiten leben. Wenn die Nazis nicht wären. Ein Relikt aus der DDR.

Damals hieß dieses Nest noch Karl-Marx-Stadt. Die Wahrscheinlichkeit eines Messertodes auf der Straße war geringer, als vom Blitz getroffen zu werden. Dafür marschierten täglich Nazis vor dem Karl-Marx-Denkmal auf.

Damals gingen die Bewohner unverständlicherweise ohne Küchenmesser spazieren. Kaum nachvollziehbar. Unverantwortlich!

Nun haben die DDR-Nazis einen Neger gemessert. Und die Antifa läuft Sturm gegen die Nazis.

Habe ich das alles richtig verstanden?


Wenn man sich die Berichterstattung ansieht, dann kommt man schnell zu dieser schwarzen Satire.

Ich habe übrigens nirgendwo gelesen, daß die Guten ihr Beileid ausgesprochen haben. War ja auch nur ein kleines Delikt. So der Tenor.

Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen des Opfers eines feigen Mordes.


Bekommen Neusiedler ein extra Messergeld? Denn wer wirft schon ein neues Küchenmesser weg. Ich nicht.

Wie ich gerade hörte, waren die Täter Neusiedler. Völlig ungewöhnlich. Einzelfall. Kommt nicht wieder vor.


Übrigens wird jetzt wieder einmal auf die Stürmung von Neusiedlerheimen verwiesen. Komischerweise geschah das alles in der BRD.

Nicht in der DDR.

Der gemeine Wessi glaubt, das würde niemanden auffallen.


Man sollte schon etwas differenzierter berichten – ansonsten verärgert man wirklich alle, die ohne Messereien und Nazis aufwachsen durften.