Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Der Schnösel wurde nicht in Templin geboren. Seine Eltern kamen mit ihm vor 20 Jahren aus dem tiefsten Westen hierher.

Der Papa gründete eine Wald-Dorf-Schule und Mama mischte im Finanzamt mit. So wuchs der kleine S. von T. behütet auf. Eine Kinderfrau aus Lettland betreute ihn rund um die Uhr.

Nachdem der kleine S. seinen Namen tanzen konnte, trat er in die DEP ein. Er machte sofort Karriere. Denn es war wichtig, seinen Namen tanzen zu können.

S. von T. erlernte keinen Beruf, er arbeitete keinen Tag – er war Parteisoldat.

Ein Neusiedlerheim mußte her. S. sprach sich dafür aus, es direkt neben einer öffentlichen Schule zu bauen. Da war er schon MdB. Die Bürger murrten. Es half nichts.

Der Mob in Templin unterhielt sich in den Kneipen und lästerte über den S. Aber letztendlich  hatten ihn wohl die Templiner in den Bundestag gewählt – via Direktmandat.

Natürlich gab niemand zu, ihn gewählt zu haben. Vor allem, weil es Ereignis gab, welches noch abscheulicher war als die toten Schafe.

Lehmann gehörte nicht zu dem Mob. Er ging jeden Tag in das Büro und hörte sich die Klagen an. Der junge Schnösel kam einmal pro Monat nach Templin und hörte nie zu. Offesichtlich hatte er schon einen anderen Wahlkreis gesichtet, in dem ihn niemand kannte.

So waren die Spielregeln. Lehmann hatte es begriffen und hielt das Maul.