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Lehmanns Heimatstadt kam nicht zur Ruhe. Nach dem bestialischen Mord tobte der Mob. Es gab Demonstrationen und Aufruhr.

Die Bundespolizei rückte an. Aber es half nichts. Bürgerkriegsähnliche Zustände zeichneten sich ab.

Die Verantwortlichen saßen in Berlin und trauten sich nicht raus. Die Templiner zogen jeden Abend durch die Straßen. Es genügte ein Tropfen, um das Faß zum Überlaufen zu bringen.

Krawetzke ging es nicht gut. Er sah das alles aus seinem Küchenfenster und trank dabei Kamillentee. Seine Frau ließ ihn auch nicht vor die Tür. Krwaetzke war nur noch ein Tier, das verwundet war.

Lemanns Sohn Julian hatte derweil eine SMS erhalten. Sein Vater bat um einen Besuch in seinem Wald in Schweden. Er hatte die GPS-Daten mitgeschickt. Julian schmunzelte.

Derweil tobten die braunen Horden aus dem Westen weiter in Templin. Die Bundeswehrmacht mußte anrücken. Mit gepanzerten Fahrzeugen und scharfer Munition. Es gab nur vier Tote und einige Verletzte.

Schuld waren die Templiner. So wurde es in den KMM berichtet.

Die Vergewaltigung und der Mord durch einen Neusiedler waren kein Thema. Die Schuld wurde auf Honecker und Putin verteilt.

In der „Linde“ kochte es. Alle, die sich noch auf die Straße trauten, machten sich dort Luft. Benno sah das alles emotionslos an und bediente seine Gäste. Er hatte nie gewählt und verstand das ganze Theater nicht.

Es gab oben und unten. Das war schon immer so. Weshalb sollte man sich aufregen? Benno wischte den Tresen ab und schüttelte den Kopf.