Schlagwörter

, , , , , , , ,

Natürlich war es sein Sohn, der gerade aus Templin kam.

Sein Bericht ließ Lehmann erschauern. Gut, daß er dort weg war. Und er wollte noch weiter. Im hohen Norden sollte es günstige Häuser geben. Das Templiner Haus sollte sein Sohn schnell verkaufen. Dann würde Lehmann in Richtung Norden fahren.

Sie hatten abends reichlich Fische geangelt. Die Hälfte rekelte sich über dem Feuer und die andere Hälfte war zu einer Fischsuppe geworden.

Julian hatte drei große Brote aus Templin angeschleppt. Lehmann vermißte sein Brot und langte kräftig zu.

Danach saßen sie am Feuer und tranken Radeberger. Aus Büchsen. Lehmann und sein Sohn plauderten über dies und jenes – doch in Gedanken waren sie beide in Templin.

So gab es lange Pausen zwischen den Sätzen; nur das Feuer prasselte vor sich hin. Gegen Mitternacht kroch Lehmann in seine Hütte und Julian in sein Zelt. Beide schliefen traumlos und lange.

Morgens gab es Kaffee und Brot mit Butter. Julian wollte schnell zurück, um das Haus zu verkaufen. Er scherzte, daß er vielleicht auch im Norden wohnen könnte.

Lehmann zuckte mit den Schultern.

  • Das mußt du selbst entscheiden. Einen Platz zum Schlafen kann ich dir immer anbieten.
  • Ich weiß. Wir sehen weiter, wenn du ein Haus gekauft hast. Zur Not kann ich etwas dazugeben. Was willst du dann da oben machen? Womit Geld verdienen?
  • Keine Ahnung. Es wird sich etwas finden.
  • Papa – ich fahre jetzt. Vielleicht ist das Haus in einem Monat verkauft. Du mußt auf jeden Fall vor dem Winter hier weg.
  • Hmmh.
  • Okay. Schau mal regelmäßig in deine Emails, wenn du in der Stadt bist.

Julian lenkte seinen Offroader zügig davon.

Der Hund bellte noch etwas – dann war wieder Ruhe. Lehmann begutachtete die Fischsuppe und pfiff vor sich hin.