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Juri hatte auch den Keller unter Lehmanns Haus ansehnlich gemacht. Eigentlich war es nur eine Speisekammer, in der konstante Temperaturen herrschten. Dort lagerten die Kartoffeln und an den Wänden waren riesige Regale für die Einweckgläser.

Die Ernte war riesig. Juri zeigte Lehmann, wie man alles auf sibirische Art einkocht. Die Gläser hatte er mitgebracht. Tomaten, Gurken und Bohnen verschwanden in den riesigen Gläsern. Auch Möhren und Erbsen wurden eingekocht und konserviert.

Nach drei Tagen war alles erledigt. Juri strahlte und schritt die Speisekammer ab. Dort stand auch der Tontopf, in dem Lehmann ganz traditionell Salzgurken eingelegt hatte.

Abends gab es Elchgulasch mit Kartoffeln. Danach Wodka. Lehmann und Juri fanden kaum ein Ende. Aber am Sonnabend war das kein Problem.

Sie redeten und redeten. Und lachten viel.

Und Juri schmiedete Pläne. Er wollte den alten Stall renovieren, damit hier eine Kuh und ein paar Hühner wohnen könnten.

Nach einem Monat war der Stall fertig. Lehmann hatte jetzt eine Kuh und ein Dutzend Hühner samt Hahn.

Es gab 20 Liter Milch und 10 Eier pro Tag. Lehmann begann Butter und Sahne zu produzieren.

Juri war mittlerweile jeden Tag bei Lehmann. Er hatte einen Brunnen gebohrt, die Pumpe besorgt und ein Häusschen dafür gebaut. Frostsicher.

Lehmann saß abends da und wartete auf Juri. Dieser Mensch war besonders. Der saß nie rum, bevor er nicht irgendetwas gebaut hatte. Er hatte alle Dächer repariert und schon ein zweites Gewächshaus aufgebaut.

Und er fuhr ständig Holz zu Lehmann. Hackte und schichtete im Schuppen.

Lehmann fühlte sich wohl. Er hörte keine Nachrichten und lebte in seiner Welt.