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  • Juri, warum willst du nicht mehr nach Sibirien? Es soll dort schön sein.
  • Schöne Landschaft. Aber schlecht, um Geld zu verdienen. Wovon willst du dort leben?
  • Ackerbau, Viehzucht, Angeln und Jagen.
  • Hmmh.
  • Aber dort leben doch Leute. Dein Freund Sascha – geht es ihm schlecht?

Juri nach einen tiefen Zug und überlegte lange. Lehmann dachte schon, er wäre eingeschlafen.

  • Kurt – sieh es dir selbst an. Sascha schickt dir eine Einladung und du fährst. Ich versorge die Kuh und die Hühner.

Nun mußte Lehmann lange nachdenken. Eine halbe Stunde schwiegen beide. Manchmal tranken sie einen Wodka und blickten wieder auf die gackernden Hühner, die den Misthaufen durchsuchten.

Es war noch ein milder Abend ohne Regen. Lehmann räusperte sich.

  • Juri, das ist eine gute Idee. Wenn ich für drei Wochen hinfahren kann, verstehe ich dich vielleicht.
  • Dann fahr. Du kannst in meinem Haus wohnen. Sascha hat die Schlüssel und wird für dich sorgen.
  • Gut. Ruf ihn an wegen der Einladung. Dann beantrage ich das Visum. Mein Paß ist noch gültig.

Wieder schwiegen beide lange. Dann scheuchten sie die Hühner in den Stall und auch die Kuh.

Einen Monat später erhielt Lehmann sein Visum für Rußland.

Die Reise sollte in drei Wochen starten. Juri und Lehmann saßen jeden Abend und redeten und schwiegen viel.

Juri würde die frische Milch verkaufen – und auch die Eier. Im Garten und in den Gewächshäusern war alles abgeerntet.

Juri brachte Lehmann zum Flughafen.Von dort war es eine lange Reise nach Westsibirien zum Ufer des Ob.