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In Nowosibirsk waren es so um die 6 Grad Celsius.

Sascha wartete mit seinem ausgemusterten Militärjeep vor dem Flughafen. Sascha hatte auch in der DDR gedient. Als hochrangiger Offizier. Also sprach er ein gepflegtes Deutsch mit sächsischem Einschlag. Seit 10 Jahren ernährte er sich und seine Frau von seiner Pension. Und dem riesigen Garten.

Lehmann war unschwer zu erkennen. Er gehörte nicht hierher und hatte auch keinen Anzug an.

Die beiden begrüßten sich und fuhren los. Ungefähr 150 km flußabwärts Richtung Norden. Der Ob war beeindruckend. Teilweise einen Kilometer breit. Lehmann staunte.

Drei Stunden später stand er in Juris Haus. Der Badeofen war angeheizt und auch der Kamin im Wohnzimmer knisterte fröhlich.

  • Kurt – du nimmst ein Bad und kommst in einer Stunde zum Essen rüber.
  • Danke Sascha.

Sascha war der Nachbar von Juri und man konnte durch den Garten zu seinem Haus gehen.

Lehmann genoß das Bad und trochnete dann vor dem Kamin. Es war Zeit zum Essen. Lehmann stapfte zu Saschas Haus. In der gemütlichen Küche war schon der Tisch gedeckt. Saschas Frau stand am Herd und war emsig.

Zuerst gab es Wodka mit eingelegten Gurken. Dann Pelmeni. Danach gebratenen Fisch mit Kartoffeln. Dann noch süße Wareniki. Lehmann platzte fast.

Nach dem Essen gingen sie im Garten spazieren.

  • Kurt, wollen wir morgen angeln gehen?
  • Am Ob?
  • Am Ob. Wir fahren zu meiner Lieblingsstelle. Da kommt der Fisch her, den du gegessen hast.
  • Wann geht es los?
  • Komm um 6.00 Uhr zum Frühstück. Wir fahren um sieben los. Gut?
  • Sehr gut.
  • Maruschka macht uns Proviant fertig. Wir sind erst abends wieder hier.
  • Ich gehe schlafen. War eine lange Reise.

Lehmann verschwand in Juris Haus und trank noch einen Wodka zur Verdauung. Er schichtete noch Holz im fast erloschenen Kamin und legte sich dann ins Bett.

Er träumte von Templin. Das fand er morgens merkwürdig. Nach einer Katzenwäsche war er wieder bei Sascha und seiner Frau.