Schlagwörter

, , , , , , , ,

Juri holte ihn vom Flughafen ab. Es gab vorerst keinen Grund, miteinander zu reden. Juri wußte, daß Lehmann jetzt Ruhe und Abstand brauchte. Also setzte er ihn vor seinem Haus ab und verschwand.

Lehmann ging zu seiner Kuh und redete lange mit ihr. Dann fütterte er die Hühner. Abends saß er vor dem Kamin und blickte in die Flammen.

Es ging so vieles durch seinen Kopf. Lehmann hatte Mühe, seine Gedanken zu ordnen. Die dreiwöchige Reise hatte zu viele Eindrücke hinterlassen. Lehmann trank ein Bier und schlummerte dann im Sessel ein.

Am nächsten Tag trat er wieder zum Dienst in der Schule an. Abends kam Juri vorbei. Er hatte Pilze dabei. Also gab es Elchgulasch mit Pilzen.

  • Kurt – wie war es?
  • Ich soll dich grüßen. Maruschka und Sascha vermissen dich.
  • Hmmh.
  • Hat es dir gefallen?
  • Sehr.

Juri und Lehmann gingen nach draußen, um eine Zigarette zu rauchen. Lehmann blickte auf sein Land und wurde nicht froher.

  • Juri – willst du nie mehr zurück?
  • Ich weiß nicht.
  • Bist du glücklich hier?
  • Was ist Glück. Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Das ist doch viel.
  • Vielleicht.

Dann saßen sie in der Küche und tranken Wodka. Aßen die eingelegten Gurken von Maruschka.

  • Kurt, willst du dorthin zurück?
  • Ich weiß nicht.
  • Du denkst drüber nach. Ich kann es sehen.
  • Mag sein.

Gegen Mitternacht verließ Juri das Haus. Lehmann stand draußen und hörte die Stille. Es würde bald Schnee geben. Der Winter kündigte sich an. Lehmann kontrollierte, ob alles abgeschlossen war und blieb noch einige Minuten im Garten. Juri hatte schon Mist aufgetragen und umgegraben. Die Erde war bereit für die nächste Saison. Auch in den Gewächshäusern hatte Juri alles vorbereitet.

Lehmann seufzte und ging zurück in die Küche. Es gab nichts zu tun. Er könnte hier bis zum Frühling sitzen.