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Ganz am Anfang schreibt Dahn, die sogenannte friedliche Revolution würde nur deshalb so gefeiert, weil sie im Westen alles beim alten ließ, die Tore zum Osten jedoch für Inverstoren und sonstige Kolonisatoren weit aufstieß. Die Zahl der bundesdeutschen Millionäre habe sich seither verdoppelt, während im Osten die Zahl der Arbeitslosen von null auf vier Millionen stieg. Eine bekannte Tatsache, die aber hier einmal richtig schön auf den Punkt gebracht wird.

 

Die meisten Kapitel zeugen vor allem von der Verärgerung der Autorin angesichts der Fülle von Geschichtsklitterungen und ganz offenen Lügen, die in den letzten Jahrzehnten von den großen Medien verbreitet wurden. Viele der Fakten, die sie den Desinformationskampagnen entgegensetzt, sind seit langem bekannt, andere wurden von ihr persönlich recherchiert. So weist sie beispielsweise mit konkreten Zahlen nach, dass es zwar in der DDR ganz unzweifelhaft eine Überwachung tatsächlicher und vermeintlicher Oppositioneller gab, von einer flächendeckenden Beobachtung »der Bevölkerung« aber keine Rede sein konnte. Nicht wenige der immer wieder neu aufbereiteten »Informationen« über die Aktivitäten des Ministeriums für Staatssicherheit würden auf grotesken Übertreibungen beruhen.

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