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Ich kam in Leipzig an, bezog meinen Schlafplatz in Schönefeld und dann ging es schon weiter. Nach Aschersleben. Dort waren wir zwei Wochen in der sozialistischen Landwirtschaft tätig.

Das war schon lustig. Man lernte die Studenten aus der Seminargruppe kennen. Die waren fast nur vom anderen Geschlecht – also keine Männer.  🙂

Zuerst haben wir Zwiebeln geerntet – alles per Hand. War interessant. Danach kam die Tabakernte. Und auch das Aufhängen zum Trocknen. Dazu wurden die Blätter am Stiel auf eine elend lange Metallschnur gefädelt.

Da war ich der Boss. Diesen Scheiß kannte ich, da mein Opa ein Tabakfeld besaß. Ich habe schon als Kind Tabak auf die Schnur geschoben. Nun ließ ich die Mädels arbeiten und hängte nur noch die fertigen Schnüre auf.

Nach dem Tabak kam die Hopfenernte. Ich wußte damals nicht, was Hopfen ist. Wurde in Vorpommern nicht angebaut.

Man stand auf dem Anhänger des ZT 300 und hatte so eine Knips-Schere, mit der man ganz oben die Ranken abschnitt. War nicht mehr lustig. Vor allem weil der Hopfen sich überall auf der Haut breitmachte – es juckte ganz gewaltig an allen möglichen Stellen. Und Kratzen ging nicht, weil der Traktor weiterfuhr und die Ranken geerntet werden mußten.

Abends nach dem Duschen war  der Juckreiz wieder weg. Aber es waren öde Abende. Zwanzig Mädels und keine interessierte mich.

Aber zum Glück gab es 15 Seminargruppen in meinem Studienjahr. 🙂

Auf einen Kerl kamen fünf Mädels. Und die anderen Seminargruppen hatten eindeutig die interessanteren Mädels abbekommen. Das war kein großes Problem, weil fast alle im Studentenwohnheim rumliefen und wir uns bei den Vorlesungen trafen.

Nebenan (Haus 1) wohnten auch noch zukünftige Lehrerinnen der PH und Sportstudentinnen von der DHFK.

So war das damals.