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Nach dem Besuch in München mußte ich etwas tun. Ich lebte damals mit einer Frau zusammen, die natürlich wollte, daß ich wieder arbeiten gehe.

Ich hatte mich mit Holzarbeiten beschäftigt – u.a. eine Sitzecke für die Küche gebaut –  und die Tage flogen dahin. Klar, ich mußte wieder etwas tun. Also Geld verdienen.

So holte ich mir jeden Sonntag die dicken Zeitungen vom Kiosk. Da waren die Stellenanzeigen drin.

Ich bewarb mich überall. Alles von Hand geschrieben. Computer hatte keiner. Dann wurde ich eingeladen. Zu einem AC – Assessment Center. Ich wußte natürlich nicht, was das sein könnte.

Das war eine lächerliche Veranstaltung. Egal, ich schnitt am besten ab und hatte eine Zusage für den Job. Abends versumpfte ich mit einem Kumpel, der auch angenommen wurde, in etlichen Kneipen Berlins …

Nachts um zwei war ich wieder zu Hause und weckte meine Freundin. Sie war erst nicht so erfreut. Aber nach dem Sex war sie erträglich und hörte mir zu. Ich hatte einen Job.

Auf dem Arbeitsvertrag stand „Ungelernt“. Also Hilfskraft. War mir auch egal, da der Job genau zum 1.7.1990 begann. Also die Zukunft konnte kommen..  🙂

An diesem Tag wurde bekanntlich die Weichmark der BRD bei uns eingeführt. Das alles berührte mich nicht. Ich hörte zu und wollte ein guter Lohnsklave werden. Das gelang mir auch.

Dann kaufte ich mir mein erstes Auto. Es war noch im Juli 1990. Einen Trabant de luxe. 1500 Weichmark. Schließlich brauchte ich ein Gefährt für den Außendienst. Einen Dienstwagen gab es erst nach der Probezeit – also frühestens im Januar 1991.

Der arme Trabant hat dann auch noch 30.000 km mit mir gelitten – bevor ich ihn für immerhin 500 Weichmark verkaufte. Mein Dienstwagen stand vor der Tür. Ein alter Opel Kadett. Schwarz, zwei Türen. Aber der fuhr sich gut.

Ich war irgendwo angekommen. Oder so.

Schon im Februar 1991 flog ich mit meiner Freundin für zwei Wochen nach Lanzarote. Es war ein Traumurlaub. Und sie wollte ständig f….. Ich war von dem ersten halben Jahr in der Firma ausgelaugt und nur noch müde. Ich hatte natürlich einen Leihwagen gemietet und wir waren nur unterwegs.

Ihre Kinder waren bei den Großeltern und wir genossen den kanarischen Sommer mitten im deutschen Winter.

So war das damals.