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Es ist eine urdeutsche Tradition, daß man Minderheiten besonders kennzeichnet.

Früher gab es mal einen gelben Stern für bestimmte Leute. So war gleich klar, wer ein Böser ist.

Nun weicht man von dieser Tradition ab, indem man die Guten kennzeichnet. Mit Armbändern, Halskettchen, Negativ-Test, Impf-Zertifikat usw.

Völliger Blödsinn. Die Minderheit zu kennzeichnen ist nicht so aufwendig. Jeder Böse bekommt einen gelben Fleck auf die Stirn. Dann ist sofort auszumachen, wer nicht in diese Gesellschaft paßt.

So ein gelber Fleck hat auch viele Vorteile. Er leuchtet so schön und ist schon von weitem zu sehen. Wenn man dann auch noch Leuchtfarbe verwendet, ist er sogar in der Finsternis gut zu erkennen.


„Der gelbe Fleck“ ist übrigens auch ein Buch, das bei mir zwischen all den anderen rumlümmelt. Geschrieben hat es Rosemarie Schuder (zusammen mit ihrem Mann). Kann ich nur empfehlen. Sie ist leider 2018 verstorben – hat aber bis dahin viele tolle Bücher geschrieben.

Vielleicht entdeckt ja jemand Parallelen.

Das war das Wort am Sonntag.