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Kurt war bekannt im ganzen Land. Er hatte viele Auftritte in Talk-Shows und Radio-Interviews.

Man nannte ihn nur den Wellenbrecher.

Er hatte schon viele Wellen gebrochen.

Aber diese dritte Welle war ganz besonders stark. Kurt grübelte nächtelang, wie er sie brechen könnte. Da fiel ihm ein, daß es an jeder Brücke und an jeder Meeresküste Wellenbrecher gab. Die funktionierten ganz gut.

Er setzte sich ins Auto, um diese Wellenbrecher zu beobachten. Er fotografierte alles und filmte auch.

Mit diesem Material fuhr er zu einem befreundeten Physiker, um sich das Verhalten von Wellen erklären zu lassen.

Er verstand jetzt, wieso auch die stärkste Welle bricht. Am Widerstand von Steinen, die die Welle aus dem Rhythmus bringen. Und dann ist die Welle praktisch führungslos und weiß nicht mehr, wo sie eigentlich hin wollte.

Die Wellenexperten empfohlen aber immer das Gegenteil. Sie entfernten die Wellenbrecher. Die hatten doch keine Ahnung, dachte Kurt.

Aber wie konnte er nun erklären, daß er es besser wußte?

Alle Zahlen sprachen für seine Theorie. Doch niemand glaubte ihm. Die dritte Welle versetzte alle in Panik. Und Panik ist immer irrational.

Da helfen Argumente nicht mehr. Sollte er eine Partei der Wellenbrecher gründen? Würde das etwas bewirken?

Kurt verwarf den Gedanken und ging ins Bett. Morgen war auch noch ein Tag …

Als er aufstand, wußte er, was er tun müßte. In das Geschäft mit Gesichtsburkas, Schnelltests und Impfstoffen einsteigen. Einfach auf der Welle mitschwimmen. Das brachte Geld.