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Hänsel und Gretel liefen schon seit Stunden durch den Wald. Sie hatten sich verirrt.

Da tauchte ein Häuschen vor ihnen auf.

Eine Hexe kam aus der Tür. Sie war schrecklich anzusehen.

Doch sie hatten Hunger und gingen mit ins Haus. Die Hexe gab ihnen reichlich Essen.

Aber danach wurden sie in eine dunkle Kammer gesperrt. Beide weinten. Dann faßte sich Hänsel ein Herz und schrie nach der Hexe.

  • Frau Hexe, warum sperren sie uns ein?
  • Weil ihr vielleicht krank seid. Ihr bleibt jetzt erstmal eine Woche in der Kammer. Quarantäne.
  • Quarantäne? Was ist das?
  • Ihr seid hochansteckend und dürft mit keinem Menschen Kontakt haben. Das ist zu gefährlich.
  • Aber wir sind doch nicht krank! Wir wollen nach Hause!
  • Das geht jetzt nicht. Nach einer Woche sehen wir weiter.
  • Eine ganze Woche? Das ist grausam. Wir wollen das nicht.
  • Papperlapapp. Das sind die Vorschriften. Dagegen kann man nichts machen. Jeder muß sich daran halten.
  • Gretel wird nichts mehr essen. Sie macht einen Hungerstreik.
  • Das ist ihr Problem. Ich halte mich nur an die Vorschriften.
  • Und wenn sie stirbt?
  • Dann ist sie selbst schuld. Ihr bekommt regelmäßig euer Essen. Ich habe damit nichts zu tun, wenn sie nicht essen will. Jetzt gib Ruhe, ich will schlafen.

Gretel weinte fast die ganze Nacht. Hänsel hielt sie fest und tröstete sie. Irgendwann schliefen beide ein.

Morgens sangen die Vögel. Aber Hänsel und Gretel hatten kein Fenster in der Kammer. Sie konnten nur zuhören und die Vögel erraten …