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Als ich 1992 in Paris auf dem Friedhof Montmartre vor dem Grab von Heinrich Heine stand, hatte ich nur ein Gedicht im Kopf:

Denk ich an Deutschland in der Nacht …

Das Gedicht heißt Nachtgedanken und wurde 1844 veröffentlicht.

Also ca. 120 Jahre vor meiner Geburt.

Nach dem neuen Ermächtigungsgesetz in der BRD ist das wieder ganz präsent.

Und jetzt natürlich auch noch die Worte von Martin Niemoeller.

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.

BeeRDigung. Damit ist alles gesagt.


P.S. Wie kann man bloß so ein böses Wort benutzen? Wie kann man das mit früheren Zeiten vergleichen? Unerhört!

Und zu dem ganzen Blödsinn noch ein Link zur NZZ – ein guter Artikel von Alexander Kissler.