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Das o.g. Sprichwort hat mich meine ganze Kindheit begleitet.

Meine Mutter sagte das mindestens einmal am Tag. Das war schon sehr autoritär.

Zumindest hat es bei mir bewirkt, daß ich es vermied, mich mit Lügen rauszureden. Ich habe nie gebaerbockt.

Als Kind versteht man sofort, daß man mit kurzen Beinen nicht schnell weglaufen kann. Es gab zwar den Kleinen Muck – aber der existierte nur in einem Märchen. Das ist übrigens ein hervorragender Kinderfilm, den jedes Kind in der DDR liebte.

Wichtig war es, zwischen Märchen und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich las gerne Märchen – aber wußte eben auch, daß es nur Märchen sind.

Es soll Erwachsene geben, die das nie gelernt haben. Zwischen Wirklichkeit und Traumwelt zu unterscheiden. Die auch niemals das o.g. Sprichwort gehört haben.

Von denen halte ich mich fern. Schon immer. Als Kind konnte ich sofort erkennen, wer kurze Beine hat.

Eine gute Erziehung zahlt sich aus. Das sehe ich bei meinem Sohn.

Aber zurück zu mir. Es sind bald 60 Lebensjahre rum – aber vieles aus der Kindheit hat eine Prägung hinterlassen. Das kann man hier alles nachlesen. In fast 4000 Artikeln von mir.

Der kleine Muck hatte übrigens Wunderschuhe – deshalb konnte er mit kurzen Beinen so schnell laufen …

In Westdeutschland kennt wohl niemand dieses Märchen und auch nicht die alte deutsche Volksweisheit.


So war das damals.